Mansarddachhaus


Mansarddachhaus

Die Klostergärten von Steyl sind eine Oase der Ruhe und Stille. Ein Ort der Meditation und Besinnung, an dem du ganz von selbst zu dir selbst findest. Im Klostergarten, gegenüber dem Missionshaus, liegt ein für die Niederlande außergewöhnliches, denkmalgeschütztes Bauwerk aus Glas und Eisen. Es handelt sich um ein Mansardenhaus-Gewächshaus aus dem Jahr 1899.

Das Gewächshaus besitzt ein sogenanntes Mansarddach oder eine französische Dachform, eine klassische Dachgestaltung mit einer charakteristischen Knicklinie. Es besteht aus einer steileren unteren und einer flacheren oberen Dachfläche. Der Namensgeber François Mansart war ein französischer Architekt des 17. Jahrhunderts. Er wurde bekannt durch subtile, raffinierte Entwürfe.


Gebroken glas

In der Stahlkonstruktion sind teilweise noch die originalen Glasscheiben erhalten. Natürlich zerbrach gelegentlich eine Scheibe. Das zerbrochene Glas wurde manchmal durch ein Glasnegativ aus der Fotografieabteilung der Klosterdruckerei ersetzt. Die Ordensleute waren sehr praktisch eingestellt und fanden clevere und kreative Lösungen. Ein Beispiel: ausgediente Bettspiralen erhielten hier eine neue Funktion als Unterlage für Anzuchtbeete. Eine nachhaltige Lösung, denn sie liegen dort noch immer. Das Gewächshaus wurde mit Abwärme des Kesselhauses beheizt. Warmwasserleitungen verliefen übrigens durch einen großen Teil des Klosterdorfs.

Die Ordensleute züchteten im Gewächshaus Blumen für die zahlreichen Altäre in den Kirchen und Kapellen. Die Setzlinge gingen im Frühjahr in die Gemüsegärten, das Gemüse direkt in die Klosterküchen. Aus der Blütezeit des monumentalen Gewächshauses sind noch einige Rebstöcke erhalten geblieben.

Die Klöster von Steyl waren weitgehend autark. Es war eine Welt für sich mit Werkstätten, Gärten, einer Druckerei, einem Schwimmbad und einem Kesselhaus. Alles funktionierte in einem eigenen Kreislauf. Das Gebäude neben dem Gewächshaus diente einst als Gerberei, Schuhmacherei und Kaffeerösterei der Klöster.


Restaurierung

Nach einem halben Jahrhundert der Vernachlässigung und des Verfalls gibt es weit fortgeschrittene Pläne, dieses einzigartige Denkmal zu restaurieren. Die Gusseisenkonstruktion, die Backsteinmauern und die Glasscheiben sollen wiederhergestellt werden – gewissermaßen bis hin zu den „Unvollkommenheiten“. Die einfallsreichen Reparaturen und Verbesserungen der Brüder sollen teilweise sichtbar bleiben. Dies gilt auch für die alten Heizungsrohre und eine schiefe Tür. Die Restaurierung trägt der Nutzung des Gewächshauses im Laufe der Jahre Rechnung und macht diese Geschichte sichtbar.


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Missionshaus St. Michaël

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Entstehungsgeschichte des Klosterdorfes Steyl

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Kloster St. Gregor

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Klosterdruckerei

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Das Kesselhaus

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Klostergarten gegenüber dem Missionshaus

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