Das Kesselhaus


Kesselhaus

Schiffs- und Schiffsmaschinenmodelle von Dampfmaschinen waren in den fünfziger und sechziger Jahren sehr beliebt. Man konnte stundenlang damit spielen. Doch sie waren teuer, sodass sie für viele Kinder unerreichbar blieben. Der Rolls-Royce unter den Spielzeug-Dampfmaschinen stammte von der Firma Fleischmann aus Nürnberg, damals die Spielzeugstadt der Welt. Für alle, die als Kind nie eine Dampfmaschine zu Weihnachten bekommen haben, gibt es heute eine kleine Entschädigung.


1909

Im restaurierten Kesselhaus, an der Rückseite der ehemaligen Klosterdruckerei, stehen eine Dampfmaschine und Kompressoren, mit denen die Ordensgemeinschaft jahrzehntelang ihren eigenen Strom erzeugte. Die eindrucksvolle Maschine stammt aus dem Jahr 1909 und wurde von der Hannoverschen Maschinenbau Aktiengesellschaft Hannover-Linden-Kemnitz gefertigt.

Hier wurde der Strom durch gewaltige Dampfturbinen im Maschinenraum erzeugt, durch Wasserreservoirs im Erdgeschoss und durch die Kohleberge im Keller. Vor allem aber auch durch die Brüder, die Tag und Nacht anwesend waren und sich dabei buchstäblich ins Zeug legten. Das Kesselhaus funktionierte so zuverlässig, dass nicht nur die großen Klöster, sondern auch die Druckerei und weitere Gebäude mit eigenem Strom versorgt wurden.


Ende der 1950er-Jahre

Ende der 1950er-Jahre ging man zur PLEM über, dem provinziellen Elektrizitätsversorger. Das Kesselhaus verlor damit seine Funktion. Im Jahr 2012 wurde es von den Freiwilligen der Stiftung „Behoud Monumenten Steyl“ restauriert. Mehrmals im Jahr kann es in funktionsfähigem Zustand besichtigt werden – eindrucksvoll sowohl für diejenigen, die als Kind eine Modell-Dampfmaschine vom Nikolaus bekommen haben, als auch für jene, bei denen das nicht der Fall war.


Kloster-Feuerwache

Das Kesselhaus aus dem 19. Jahrhundert wurde um eine Kloster-Feuerwache erweitert. Eine historische Aufstellung, unter anderem mit einer zehn Meter großen Reproduktionskamera, erinnert an die Fotografie-Abteilung der ehemaligen Klosterdruckerei. In den Kellern des Kesselhauses befindet sich eine Ausstellung über die früheren Klosterberufe.


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Missionshaus St. Michaël

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Entstehungsgeschichte des Klosterdorfes Steyl

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Kloster St. Gregor

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Klosterdruckerei

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Mansarddachhaus

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Klostergarten gegenüber dem Missionshaus

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