Das Kloster vom Heiligsten Herzen
Die Welt ist groß, im Kloster vom Heiligsten Herzen zeigt sich, dass die Welt auch klein ist. An der Wand im Eingangsbereich befindet sich eine Malerei eines Baumes mit Ästen. An den Ästen hängen Trauben. Jede Traube steht symbolisch für ein Land, in dem die Missionsschwestern, Dienerinnen des Heiligen Geistes, tätig sind. Jede Traube ein Kloster in diesem Land. Die Kongregation wurde 1889 gegründet. Sechs Jahre später reisten die ersten Schwestern nach Argentinien, 1897 folgte Togo. Es war der Beginn; heute bilden die Blauen Schwestern eine internationale Missionskongregation. Ihr Epizentrum bleibt das Kloster in Steyl, das 1904 in Betrieb genommen wurde.
Der Heilige Geist
Kloster und neugotische Kirche wurden von Pater Johann Baptist Beckert entworfen. Die Kirche ist dem Heiligen Geist geweiht und in der stilisierten Form einer Taube gestaltet. Die Darstellungen auf dem Altar bringen die Verehrung des Heiligen Geistes zum Ausdruck. Die Chorfenster zeigen eine Marienlegende, die Geburt Jesu sowie die Heiligen Drei Könige. In der für Besucher zugänglichen Seitenkapelle befindet sich das Grabdenkmal der beiden Mitgründerinnen der Kongregation. Helena Stollenwerk wurde 1995 seliggesprochen, Hendrina Stenmanns 2008. Das Grabmal wurde von Rob Brouwers entworfen und hat die Form eines sechseckigen Taufbeckens. Der Deckel wird von einer Kristallkugel gekrönt, die Reinheit, geistige Klarheit und Ausstrahlung symbolisiert. Die Mosaike sind aus Steinen gefertigt, die von den Kontinenten stammen, in denen die Missionsschwestern tätig sind.
Helena Stollenwerk kam 1882 nach Steyl, Hendrina Stenmanns folgte zwei Jahre später. Sie gelten als die Pionierinnen der Steyler Schwesterngemeinschaften. Die Kirche ist das Zentrum des Klosters vom Heiligsten Herzen. Von hier aus wurden mehr als tausend Missionsschwestern in alle Welt ausgesandt.
Katakombe St. Cäcilia
In der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs boten die Klosterkeller den Einwohnern von Steyl Schutz. Sie mussten auf Befehl der Besatzer ihre Häuser verlassen. Die Atmosphäre von damals ist weitgehend erhalten geblieben. Das gilt insbesondere für die sogenannte Katakombe St. Cäcilia, in der damals die Messen gefeiert wurden.





















